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16. Sitzung Ortsbeirat Blasewitz Drucken
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Werner Schnuppe

Datum: 24.08.2011

Zeit: 17:30 Uhr


Ort: Ortsamt Blasewitz, Ratssaal, Naumannstraße 5, 01309 Dresden







Information zum Sachstand der Untersuchung der verkehrlichen Auswirkungen der Waldschlösschenbrücke in den Stadtteilen Johannstadt, Striesen, Blasewitz und Gruna

Sie ist nicht zu übersehen: die Waldschlösschenbrücke steht. Noch nicht zu übersehen ist, wie sich nach deren Eröffnung die Verkehrsströme auf der Altstädter und Blasewitzer Seite entwickeln werden. Denn eines ist klar, zunächst ergießt sich der Verkehrsstrom in die angrenzend vorhandenen Straßen. Die Fetscherstraße in Richtung Stübelallee wird mit ihren Nebenstraßen erkennbar zu einem Nadelöhr. Schleichverkehr ist zu erwarten.


Mit großem Interesse nahmen die Ortsbeiratsmitglieder und Gäste die Ausführungen der Abt. Verkehrsentwicklungsplanung zu der am 13. April und am 26. Oktober 2010 durchgeführten Analyse der jetzigen Verkehrsströme, insbesondere dem Schleichverkehr, zur Kenntnis. Diese umfangreichen, an 28 Zählstellen ermittelten Angaben, ermöglichten eine genaue Ist-Zustandsanalyse. So wurden z. B. am 13. April 2010 von 6.00 bis 20.00 Uhr 246.375 Kfz erfasst. 96.183 waren ins Untersuchungsgebiet herein und 96.961 heraus gefahren. Dabei konnten 72,9 % dem Zielverkehr und 27, 1 % dem Durchgangsverkehr zugeordnet werden. 1,1 % von diesen erwiesen sich als Schleichverkehr.

 

Durch das Stadtplanungsamt wird eingeschätzt, dass der zu- und abfließende Verkehr zur Brücke insbesondere zu höheren Verkehrsbelegungen des Käthe-Kollwitz-Ufer, der Fetscherstraße und der Wormser Straße führen wird. Erst eine nach der Brückeneröffnung geplante nochmalige Zählung wird ergeben, ob und in welchem Umfang Schleichwege genutzt werden. Maßnahmen des Straßenbaus sind deshalb derzeit nicht in Vorbereitung.


Die Aussprache verdeutlichte, dass es zu erheblichen Rückstaus am Fetscherplatz und der Einmündung in die Stübelallee kommen wird, da deren weitere Aufnahmefähigkeit derzeit als gering eingeschätzt wird.


Fazit: die Anwohner im Gebiet werden teilweise mit neuen Verkehrsführungen und auch Belastungen leben müssen. Erst nach einem längeren Zeitraum, Straßenbaumaßnahmen vorausgesetzt, wird Normalität erreicht werden.

Der Ortsbeirat sieht dieses Thema als so vordringlich an, dass er eine baldige gemeinsame Sitzung mit dem Ortsbeirat Altstadt unter Teilnahme von Bürgermeister Marx für notwendig ansieht.

Sonstige Hinweise und Anliegen

  • Mit Befremden und scharfer Kritik an der Stadtverwaltung nahmen die Beiratsmitglieder zur Kenntnis, dass es zum Parkraumkonzept Blasewitz, trotz vorangegangener Zusicherung, keine Beratung im Ortsbeirat gegeben hat und es bereits veröffentlicht wurde. Es bleibt der nächsten Sitzung vorbehalten dieses Thema auf die Tagesordnung zu setzen.
  • Die Beiratsmitglieder informierte ich über meinen Besuch im ehemaligen AOK-Gebäude auf der Hepkestraße, welches derzeit vom Unternehmen PEGASUS als Wohnhaus umgebaut wird. Dabei konnte ich mich davon überzeugen, dass das am 26. Januar 2011 im Ortsbeirat vorgestellte Vorhaben sich in der Realisierung befindet. Der mit dem Vorhaben befasste Architekt wies mich darauf hin, dass in den nächsten Wochen auch die Planungen für die angrenzenden Neubauten erfolgen. Damit wird es zu einem weiteren Zuwachs an Wohnungen im Gebiet an der Kreuzung Ender-/Hepkestraße kommen. Ich sehe die künftige Sicherung von erforderlichen Plätzen an Schulen und Kindertageseinrichtungen in diesem Gebiet für notwendig an.
Werner Schnuppe
Ortsbeirat
Tel.: 0351/250 9947


 
 

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